Berlin l Es ist zwar noch kein Lehrberuf, sollte aber dringend einer werden. Denn die Nachfrage nach – kein Witz – ausgebildeten Ameisenumsiedlern ist riesig. Aktuell gibt es in ganz Deutschland rund 300 dieser Spezialisten.

Viel zu wenig, klagt Katrin Möller, 1. Vorsitzende der Brandenburgischen Ameisenschutzwarte. Und was macht jetzt so ein Ameisenumsiedler? Eigentlich selbsterklärend: Mit Spaten und bloßen Händen Baue von Waldameisen ausbuddeln und vorsichtig in Müllsäcke umsiedeln. Müllsäcke an den geplanten neuen Wohnort der Ameisen bringen, dort alles ganz, ganz vorsichtig wieder ausladen und sachgerecht verbuddeln.

Allein rund um Berlin, hier wird der Berliner Ring ausgebaut, muss in den nächsten Wochen für über 200 Krabbeltiervölker eine neue Heimat gefunden werden. Sollten Sie noch keine konkreten Zukunfts-Pläne haben: Hier wächst ein Beruf mit Perspektive. Wer schon mal ein bisschen trainieren will: Die kleine Schwester der Waldameise findet sich vielleicht auch in Ihrer Küche ...