Magdeburg l Seit Ende August 2017 sind die neuen Zeichen auf dem Asphalt zwischen Hauptbahnhof Magdeburg und Adelheidring aufgebracht. Einige weisen auf eine Trennung zwischen Radfahrern und Fußgängern auf dem bereits gepflasterten Abschnitt hin, andere erklären den Nutzern, wer dort Vorrang hat.

Doch vor Ort zeigt sich dem Beobachter schnell, dass die Piktogramme von den meisten Nutzern geflissentlich ignoriert werden und weiterhin jeder seines Weges geht oder fährt.

Hinweise im Stadtrat Magdeburg beschlossen

Dabei hatten sich die Initiatoren der Aktion, die Stadtratsfraktion der Grünen, eine Verbesserung der Verkehrssituation auf dem Wegstück erhofft. Ein entsprechender Antrag war im Stadtrat Magdeburg beschlossen worden, um für die kommenden zwei Jahre der Tunnelsperrung eine Lösung zu finden. Nach ausführlicher Diskussion im Bauausschuss wurde sich auf die Anwendung der Piktogramme geeinigt.

Hintergrund ist, dass der Weg offiziell ein Gehweg für Fußgänger und die Nutzung für Radfahrer nur durch ein entsprechendes Zusatzschild erlaubt ist. Beide können die gesamte Breite des Wegs nutzen, Radfahrer sollen jedoch langsam fahren und Rücksicht nehmen. Nicht jeder Radfahrer hält sich aber daran. Hinzukommt, dass der farblich unterschiedlich gepflasterte Wegabschnitt den Eindruck eines separaten Radweges erweckt.

Hinweise sollen Wegnutzung erleichtern

„Die aufgetragenen Piktogramme sollen einerseits den Vorrang der Fußgänger stärker verdeutlichen und die Geschwindigkeit der Fahrradfahrer reduzieren“, erklärt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Anfrage. Andererseits sollen die aufgebrachten Hinweise den Fußgängern und Radfahrern die Nutzung auf dem östlich der Ringbrücke bereits neu hergestellten Wegbereich erleichtern, beschreibt sie weiter.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt in einer Stellungnahme die neuen Markierungen: „Wir finden es gut, dass man sich dazu entschieden hat, mal etwas auszuprobieren. Es könnte dazu beitragen, die Situation zu entflechten.“