Schierke/Leipzig (dpa) l Orkanböen auf dem Brocken, umgestürzte Bäume und blockierte Straßen im Süden: Der erste Herbststurm hat in Sachsen-Anhalt seine Spuren hinterlassen. Bis zum Mittwochnachmittag brachte Sturmtief "Sebastian" auf dem Brocken im Harz nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig Windgeschwindigkeiten von knapp 150 Kilometern pro Stunde. "Wer da auf freier Fläche unterwegs ist, den kann es schon mal umreißen", sagte Meteorologe Jens Oehmichen.

Gefährlich sei aber auch, unter Bäumen zu laufen, da wegen des heftigen Windes Äste herabstürzen könnten. Weil die Bäume ihr Laub noch nicht abgeworfen haben, habe der Wind eine entsprechend großen Angriffsfläche und somit oftmals leichtes Spiel. Auch im Flachland machte "Sebastian" heftig Wind. So wurden in Querfurt (Sachsen-Anhalt) Geschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern erreicht, in Erfurt waren es 83 in Chemnitz 84.

Im Burgenlandkreis im Süden Sachsen-Anhalts meldete die Polizei mehrere Verkehrsbehinderungen wegen umgestürzter Bäume. Bäume landeten etwa auf einer Straße in Zeitz und auf der Bundesstraße 91 zwischen Werschen und Wildschütz. An der B176 bei Pettstädt knickte ein Strommast um. Polizei und Feuerwehr beseitigten die Gefahrenstellen.

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Am Donnerstag werde sich der Sturm etwas abschwächen, sagte Oehmichen. Auf dem Brocken dürfte es dann noch Böen bis etwa 100 km/h geben. Die Temperaturen erreichen auch im Flachland nur noch 14 bis 17 Grad. Am Wochenende werde es etwas wärmer. "Aber von einem Altweibersommer sind wir weit entfernt", sagte der Wetterexperte.

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