Magdeburg l Hannover ist derzeit eine ganz erfolgreiche Stadt des Ballsports. Dort gibt es die Bundesliga-Fußballer der 96er, die nach drei Spielen ohne Niederlage Platz drei der Tabelle belegen. Dort gibt es die Bundesliga-Handballer vom TSV, die ohne Punktverlust nach vier Spielen sogar die Spitze des Klassements zieren. Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison hat das zwar grundsätzlich wenig Aussagekraft, zumal gerade die Handballer völlig verücktspielen. Aber Nemanja Zelenovic vom SCM ist sich trotzdem sicher: „Hannover ist eine sehr gute Mannschaft, bei der es zurzeit läuft, das ist ein wichtiges Spiel für uns.“

Am kommenden Sonntag reisen die Magdeburger in die Hauptstadt Niedersachsens, Anwurf in der Swiss Life Hall ist 15 Uhr. Und die Grün-Roten haben vor, nach dem 34:26 am Sonntag gegen den TVB Stuttgart eine neue Serie zu starten. „Ich hoffe es“, sagte Rückraumschütze Zelenovic lächelnd. Die letzte Serie mit 21 Spielen ohne Niederlage endete beim 32:34 in Kiel.

Konzentriert und konstant bleiben

Für den Neustart „müssen wir konzentriert und konstant bleiben“, so der 27-jährige Serbe. Er selbst ließ sich gegen Stuttgart nicht aus dem Konzept bringen, obwohl er mit Fehlwürfen begonnen und obwohl „ich auch einmal im Eins-gegen-Eins den Ball verloren“ hatte, resümierte der vierfache Torschütze. Und obwohl „es zum Anfang für uns schwer war und wir in der ersten Hälfte unsicher wirkten“, sagte er. „Man darf aber nicht zurück, sondern muss immer nach vorne schauen.“ Wie schon nach der Niederlage gegen die Füchse Berlin (26:30), „die uns alle genervt hat“, meinte Jannick Green.

SC Magdeburg schlägt TBV Stuttgart

Magdeburg (ma) l Der SC Magdeburg besiegt den TVB Stuttgart mit 34:26. Damit sichern sich die Magdeburger Handballer den dritten Saisonsieg in der DKB-Bundesliga.

  • Der SC Magdeburg siegt und jubelt. Foto: Eroll Popova

    Der SC Magdeburg siegt und jubelt. Foto: Eroll Popova

  • Bobby Schagen vom TVB Stuttgart und Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg liefern sich einen Zweikampf. Foto: Eroll Popova

    Bobby Schagen vom TVB Stuttgart und Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg liefern sich einen Zweikam...

  • Der Magdeburger Rechtsaußen Daniel Pettersson jubelt nach einem Treffer. Foto: Eroll Popova

    Der Magdeburger Rechtsaußen Daniel Pettersson jubelt nach einem Treffer. Foto: Eroll Popova

  • Der Stuttgarter Bobby Schagen im Angriff. Piotr Chrapkowski und Christian O´Sullivan vom SC Magdeburg versuchen zu blocken. Foto: Eroll Popova

    Der Stuttgarter Bobby Schagen im Angriff. Piotr Chrapkowski und Christian O´Sullivan vom SC ...

  • Christian O´Sullivan, der Kapitän des SC Magdeburg, schafft es auch in Bedrängnis, sich durchzusetzen. Foto: Eroll Popova

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  • SCM-Torwart Jannick Green wehrt einen Siebenmeter von Samuel Röthlisberger vom TBV Stuttagrt ab. Foto: Eroll Popova

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  • Nemanja Zelenovic (rechts) vom SC Magdeburg passt über die Stuttgarter Tobias Schimmelbauer und Samuel Röthlisberger zu SCM-Kreisläufer Zeljko Musa. Foto: Eroll Popova

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  • SCM-Spieler Nemanja Zelenovic setzt sich durch und kommt zum Wurf. Foto: Eroll Popova

    SCM-Spieler Nemanja Zelenovic setzt sich durch und kommt zum Wurf. Foto: Eroll Popova

  • Robert Weber vom SC Magdeburg beim Siebenmeter. Foto: Eroll Popova

    Robert Weber vom SC Magdeburg beim Siebenmeter. Foto: Eroll Popova

  • Stuttgarts Torwart Johannes Bitter versucht den Ball vom Magdeburger Daniel Pettersson zu halten. Foto: Eroll Popova

    Stuttgarts Torwart Johannes Bitter versucht den Ball vom Magdeburger Daniel Pettersson zu halten....

Der 28-jährige Keeper hatte schon in jener Partie am vergangenen Donnerstag mit 16 Paraden überzeugt. Gegen Stuttgart hielt er noch drei Bälle mehr. „Jannick hat ein hervorragendes Spiel gemacht“, sagte Trainer Bennet Wiegert am Sonntag. „Trotzdem sehe ich immer die Symbiose zwischen Abwehr- und Torwartleistung.“ Also die Leistung des gesamten Teams.

Defensive funktioniert besser

19 Paraden, eine 42-prozentige Fangquote, sind durchaus ein Zeichen dafür, dass es zwischen Abwehr und Torwart schon besser funktioniert. Green hatte auch freie Bälle gehalten, aber ebenso wichtig sind jene Bälle, die der Gegner aufgrund des Drucks der Defensive unvorbereitet oder weniger präzise abschließt. Die Leistung seines Keepers, inklusive seiner beiden Treffer, „geben ihm ein gutes Gefühl, und genau das brauchen wir“, sagte Wiegert.

Zelenovic hatte gegen Stuttgart, in diesem vorgezogenen Duell des 17. Spieltages, auch ein gutes Gefühl. Vor allem in der Schlussphase: „Nach der Niederlage gegen Berlin haben wir großen Charakter gezeigt. Die beiden Punkte geben uns Selbstvertrauen“, ist sich der Serbe sicher. In der Abwehr „müssen wir unsere Stärke im Eins-Eins nutzen und die Zweikämpfe gewinnen. Wir müssen einfach in jedem Training und in jedem Spiel besser werden“, erklärte Zelenovic.

Die Ruhe bewahren

Wenn dann noch die Konstanz in der Leistung hinzukommt, könnte Wiegert auch wieder das Lächeln bei seinen Akteuren sehen, wie es der 35-Jährige gerade in den letzten 20 Minuten gegen den TVB gesehen hatte, als sich mit jedem Tor vom 20:18 (38.) bis zum Endstand die Gesichtszüge entspannten. „Genau diese Unbefangenheit brauchen wir, um erfolgreich zu sein“, so Wiegert. Womit er noch einmal auf den Unmut, den Fans trotz des Heimsieges gegen Ludwigshafen und nach der Niederlage gegen die Füchse lautstark geäußert hatten, reagierte: „Wir müssen alle ab und zu mal ein bisschen die Ruhe bewahren.“

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